Smartschool_Sonderpreis_2026 Bericht
SONDERPREIS „SMARTSCHOOL PROJECT“ | 10 JAHRE SMARTSCHOOL-NETZWERK | BERLIN, APRIL 2026
Wenn Engagement auf KI trifft, um Chancengerechtigkeit strategisch und skalierbar zu verbessern
Die St. Benedikt Schule Düsseldorf gewinnt den mit 5.000 € dotierten Sonderpreis „Smartschool Project“ 2026 – und erlebt dabei drei außergewöhnliche Tage im Herzen der Hauptstadt.
Drei Tage, die im Lehrerleben unvergessen bleiben: Nadine Wabel und Sascha Karpati von der Düsseldorfer St. Benedikt Schule reisten mit Lampenfieber ins politische Berlin – und kehrten als Trägerinnen und Träger des bedeutendsten Schuldigitalisierungspreises des Jahres zurück. Der Sonderpreis „Smartschool Project“ des Bitkom e.V., verliehen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des gleichnamigen Vorreiterschulnetzwerks, geht 2026 an ihr Projekt „Grenzenlose Verständigung mit Transcribby AI“ – ein Projekt, das zeigt, was möglich ist, wenn pädagogisches Engagement und künstliche Intelligenz gemeinsam antreten, um Chancenungerechtigkeit nicht nur anzuprangern, sondern ihr strategisch und skalierbar zu begegnen. Mit ihren schulischen Digital-Projekten sorgten Wabel und Karpati in diesem Jahr für Aufsehen im aktuellen Bildungsbericht. Schon in den Jahren zuvor erhielten sie auf der Digital X in Köln, Europas größter Digitalmesse, Applaus und Beachtung für ihr Medienscout-Konzept.
| SONDERPREIS „SMARTSCHOOL PROJECT“ 2026
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Bitkom-Smartschool-Netzwerks Preisträgerin: St. Benedikt Schule Düsseldorf Lehrkräfte: Nadine Wabel & Sascha Karpati Projekt:„Grenzenlose Verständigung mit Transcribby AI“ Preisgeld: 5.000 € | Laudatio: Thomas Jarzombek (CDU), Parl. Staatssekretär BMD |
Podcast, Konferenz, Preisverleihung: Berlin in drei Akten
Der erste Akt gehörte der großen Bühne: Als Speaker bei der Bildungskonferenz sprach Karpati vor über 2.300 Teilnehmenden über das Pilot-Projekt und seine theoretischen Möglichkeiten. Vor einem derart großen Fachpublikum das eigene pädagogische Konzept zu vertreten – das ist für Lehrerinnen und Lehrer keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Auszeichnung für sich. Für eine kleine Hauptschule bedeutet dies zusätzlich die maximale bundesweite Bühne. Darüber hinaus soll der Beitrag auf YouTube verfügbar gemacht werden. Karpati nahm diese Aufgabe mit der Überzeugung an, die das Projekt trägt: dass ein kleines Tool auf vielen Ebenen eines ganzheitlichen Mehrebenen-Modells von Schulleitung breite Wirkung erzielen können, wenn der pädagogische Rahmen stimmt. Und trotz aller Aufregung und maximaler Ausnutzung der Zeit, wurde das Projekt überzeugend, menschlich und herzlich präsentiert.
Der zweite Akt spielte sich im Aufnahmestudio ab. Am 16. April 2026 waren Wabel und Karpati zu Gast im „Tech Weekly“ – dem wöchentlichen Podcast des Bitkom-Medienverbandes. Im Gespräch schilderten sie, wie ihr Pilotprojekt „Grenzenlose Verständigung mit Transcribby AI“ entstanden ist, welche Hürden es zu überwinden galt und gilt und welche Wirkung es im Schulalltag entfalten könnte. Bereits einen Tag später, am 17. April 2026, war die Episode auf Spotify, Apple Podcast und RTL + sowie sämtlichen Open Podcast Portalen weltweit abrufbar – ein Signal dafür, welche Reichweite die Arbeit von Lehrkräften an einer Düsseldorfer Hauptschule in kürzester Zeit erlangen kann.
| „Das initiale Engagement zweier Lehrkräfte reicht aus, um potenziell für Veränderung und Wandel in der Lehr- und Lernkultur zu sorgen.“
— Thomas Jarzombek (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär, Smart Education Night 2026 |
Der dritte und spektakulärste Akt: die Smart Education Night 2026 in der Hauptstadtrepräsentanz des Siemens-Konzerns in Berlin – einem Ort, der für sich schon Symbolkraft besitzt. Hier, wo Wirtschaft und Gesellschaft aufeinandertreffen, wurden die 17 neuen Smartschools des Bitkom-Netzwerks gewürdigt. Das Netzwerk wuchs an diesem Abend von 135 auf nunmehr 152 Vorreiterschulen in ganz Deutschland – eine Gemeinschaft, die digitale Bildung nicht nur als Schlagwort, sondern als gelebte Schulkultur versteht.
| DAS BITKOM-SMARTSCHOOL-NETZWERK 2026
■ 10 Jahre Smartschool-Netzwerk – gegründet vom Digitalverband Bitkom e.V. ■ Wachstum 2026: von 135 auf 152 Vorreiterschulen in ganz Deutschland (+17 neue) ■ St. Benedikt Schule: seit 2023 als einzige Hauptschule Deutschlands „Green Smartschool“ ■ Sonderpreis offen für alle – auch Schulen außerhalb des Bitkom-Netzwerks |
Ein Wettbewerb mit besonderen Bedingungen – und einem klaren Sieger
Der Sonderpreis zum Jubiläum war kein bloßer interner Wettbewerb unter den 135 bisherigen Smartschool-Mitgliedern. Die Jury hatte das Feld bewusst geöffnet: Auch Schulen, die bisher nicht Teil des Bitkom-Netzwerks waren, konnten sich bewerben und am Rennen um die Auszeichnung teilnehmen. Diese Entscheidung machte den Preis anspruchsvoller – und den Sieg der St. Benedikt Schule umso bedeutsamer.
Denn in diesem offenen, schulformübergreifenden und bundesweiten Wettbewerb setzte sich ausgerechnet eine Hauptschule gegen alle exzellenten Mitbewerber durch. Eine Schulform, die in der öffentlichen Wahrnehmung selten im Mittelpunkt steht, wenn von Bildungsinnovation die Rede ist. Die St. Benedikt Schule Düsseldorf ist seit 2023 die einzige Hauptschule Deutschlands, die den Titel „Green Smartschool“ trägt. Mit dem Sonderpreis erlangt sie nun bundesweite Sichtbarkeit für ihr außerordentliches Engagement – und sendet damit ein Signal, das weit über Düsseldorf hinaus gehört werden sollte.
Prien eröffnet – Jarzombek würdigt: Ein Abend mit politischem Gewicht
Selten erleben Lehrkräfte, dass ihre Arbeit auf höchster politischer Ebene wahrgenommen – geschweige denn gewürdigt wird. An diesem Abend war es anders. Bundesministerin Karin Prien, zuständig für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, war bei der Smart Education Night 2026 zugegen – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Verbindung von Digitalisierung und Bildungsgerechtigkeit in der aktuellen Bundespolitik genießt.
Die Laudatio auf das Siegerprojekt hielt Thomas Jarzombek (CDU), Düsseldorfer Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung. Jarzombek kennt die St. Benedikt Schule aus nächster Nähe – sein politisches Büro lag direkt um die Ecke. So würdigte er das Projekt mit ortskundiger Kenntnis, mit Humor und mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf das, was „Transcribby AI“ als Modell leisten und bedeuten kann: dass ein kleines Tool auf so vielen Ebenen potenziell Wirkung erzielen kann, dass das initiale Engagement zweier Lehrkräfte ausreicht, um für Veränderung und Wandel in der Lehr- und Lernkultur zu sorgen. Explizit lobte Jarzombek überdies die zuständige Schulaufsicht, als auch die Schulleitung für die mutige Unterstützung des Projekts.
| „Ausdrücklich loben möchte ich bei dieser Gelegenheit die Schulleitung und die zuständige Schulaufsicht, die dieses Projekt mutig unterstützten.“
— Thomas Jarzombek auf der Smart Education Night 2026, Siemens-Hauptstadtrepräsentanz Berlin |
Dankbar und überglücklich nahmen Nadine Wabel und Sascha Karpati den großen Gewinnerscheck von Jarzombek entgegen. Ein Moment, der die besondere Qualität dieser Auszeichnung verdeutlichte: Hier überreichte ein Politiker, dessen Büro in Sichtweite der preisgekrönten Schule liegt, den Lehrkräften dieser Schule einen bundesweiten Innovationspreis – auf einer Berliner Bühne, vor dem Digitalverband des Landes. Lokales Engagement – nationale Anerkennung.
Was „Transcribby AI“ bedeutet – und warum die Auszeichnung verdient ist
„Grenzenlose Verständigung mit Transcribby AI“ steht für einen Ansatz, der digitale Werkzeuge nicht um ihrer selbst willen einsetzt, sondern mit klarem pädagogischem Ziel: Chancengerechtigkeit strategisch und skalierbar zu erhöhen. Denn ein Anliegen ist für Wabel und Karpati zentral: Armut und fehlende Sprachkenntnisse dürfen nicht dazu führen, dass Bildungserfolg verhindert wird! Die Jury des Bitkom-Sonderpreises sah darin ein Projekt, das beispielhaft vorführt, wie selbst kleine Schulen mit überschaubaren Ressourcen, aber klarer Haltung, Visionen und Werten, weitreichende Wirkung erzielen können.
Besonders bemerkenswert ist die strategisch gesteuerte und einfachste Übertragbarkeit des Modells, welche politisch schick als „Skalierbarkeit“ bezeichnet wird. Was Wabel und Karpati an der St. Benedikt Schule gemeinsam mit der Telekom MMS entwickelt haben, ist kein Einzelfall, der an die besonderen Bedingungen einer Schule gebunden bleibt – es ist ein Ansatz, den andere Schulen problemlos aufgreifen können. Als Synergieeffekt können bestehende Betriebs- und Vertriebsstrukturen eines Global-Players beim strategischen Rollout über die Bildungsnation genutzt werden. Durch eine geschickt vorausgedachte Gesamtpaketlösung, inklusive externer Schulungsmöglichkeit, kann Transcribby AI helfen, ohne Zusatzbelastung von Lehrkräften das Schulsystem zu transformieren. Genau das macht das Projekt zum würdigen Sonderpreisträger eines Netzwerks, das seit zehn Jahren an der Frage arbeitet, wie digitale Bildung gerecht, flächendeckend, nachhaltig und wirksam gestaltet werden kann.
Drei Tage Berlin. Ein Podcast, der weltweit zu hören ist. Ein Vortrag vor über 2.300 Menschen. Eine Auszeichnung durch einen Bundestagsabgeordneten in einer Veranstaltung mit der Bundesbildungsministerin. Und ein Preisgeld, das die Finanzierung der nächsten Phase des Projekts ermöglicht. Jetzt soll, nach der Prüfung der Sinnhaftigkeit und Machbarkeit sowie der theoretischen Erprobung, der begrenzte Übergang in die konkrete Unterrichtspraxis des Pilotprojekts erfolgen. Nun gilt es, in die nächste Projektphase einzutreten und den bürokratischen Herausforderungen gerecht zu werden. Nadine Wabel und Sascha Karpati sind mittlerweile nach Düsseldorf zurückgekehrt – mit einem Scheck, einer Trophäe, und dem Bewusstsein, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird – und zählt.
Zum Podcast: Podcast KI-Simultanübersetzer für mehr Teilhabe im Unterricht | Bitkom e. V.
Zur online Keynote Karpati: Teilhabe ab Tag 1: Grenzenlose Verständigung mit transcribbyAi im schulischen Kontext | #bildung26