Willkommen an der Schule, die Grenzen überwindet.

 

Willkommen an der Schule, die Grenzen überwindet.

Grenzenlose Verständigung: Wie die St. Benedikt Schule KI nutzt, um Bildungsgerechtigkeit Wirklichkeit werden zu lassen

Es ist 7:55 Uhr. Während andere Schulen den Morgen mit der Anfertigung und Überprüfung von Anwesenheitslisten beginnen, startet die St. Benedikt Schule in Düsseldorf gerade eine kleine Revolution im Bereich Diklusion.

Wenn Lehrer wie Nadine Wabel und Sascha Karpati ihre Klasse betreten, sprechen sie – und werden von allen Schülerinnen und Schülern verstanden. Nicht weil alle dieselbe Sprache sprechen. Sondern weil eine Schule den Mut hatte, eine Frage zu stellen, die viele verdrängen: Was müssten wir den an unserer Schule beteiligten Menschen bieten, damit Sprache keine Hürde mehr wäre?

Eine Schule. Dutzende Sprachen. Eine Lösung.

Die St. Benedikt Schule liegt mitten in einem der vielfältigsten Stadtteile Düsseldorfs. Ihre Schülerinnen und Schüler bringen Herkunftssprachen aus aller Welt mit – und damit auch Träume, Potenziale und den Wunsch, dazuzugehören. Was sie bisher trennte: die Sprache.

Das ändert sich seit Januar 2026 – mit transcribbyAI, einem KI-gestützten Echtzeit-Übersetzungstool, das die St. Benedikt Schule im Rahmen eines deutschlandweit einzigartigen Pilotprojekts einsetzt.

Das Prinzip ist so einfach wie bahnbrechend: Während die Lehrperson spricht, überträgt transcribbyAI das Gesagte in Echtzeit in über 70 Sprachen – zeitgleich als Sprachausgabe auf Kopfhörer und als Text auf dem Bildschirm. Gesprochene und geschriebene Sprache. Gleichzeitig. Für jeden. Ohne Verzögerung.

„Vor kurzem hätte ich nicht gedacht, dass ich so einfach mit allen Schülern unserer Klasse gleichzeitig kommunizieren kann – egal, welche Sprache sie sprechen.“ — Nadine Wabel, Lehrerin, St. Benedikt Schule

Mehr als Technik – ein Akt der Bildungsgerechtigkeit

Deutschland hat ein Problem, das selten so klar benannt wird: PISA und IGLU zeigen seit Jahren, dass Lesekompetenz massiv sinkt – besonders bei Kindern mit anderen Erstsprachen. Gleichzeitig wurden in Düsseldorf die Budgets für Übersetzerdienste sukzessive zurückgefahren. Dolmetscherinnen und Dolmetscher? Kaum und nur auf bürokratischen Umwegen verfügbar. Digitale Alternativen? Oft unzuverlässig und unpräzise oder nicht datenschutzkonform.

Die St. Benedikt Schule hat nicht gewartet. Sie hat gehandelt.

In Zusammenarbeit mit Jonas Hellweg (Head of Enterprise Video, Deutsche Messe Technology GmbH) und vermittelt durch das Bitkom-Netzwerk wurde transcribbyAI gemeinsam weiterentwickelt – passgenau für den Schulalltag. Ein schulspezifisches Glossar und Wörterbuch wurden integriert, damit Fachbegriffe aus dem Unterricht korrekt übersetzt werden. Datenschutz war dabei keine Nachgedanke: Alle Sprachdaten werden ausschließlich auf europäischen Servern verarbeitet und nicht gespeichert.

Was dabei entstand, ist mehr als eine Anwendung. Es ist ein neues Modell dafür, wie Schule und Wirtschaft zusammenarbeiten können – um echte Chancengleichheit zu schaffen.

„Unsere Vision ist ein Alltag, in dem Lehrkräfte, Eltern und Schüler sich ohne Hürden verstehen und jeder – unabhängig von seiner Herkunftssprache – voll am Unterricht teilhaben kann.“Jonas Hellweg, Deutsche Telekom MMS GmbH

Wenn Elternsprechtage zum Wendepunkt werden

Vielleicht zeigt sich das Potenzial dieser Technologie nirgendwo eindrücklicher als bei etwas, das an vielen Schulen still scheitert: dem Elternsprechtag.

Für Lehrer Sascha Karpati war der erste Elternsprechtag mit transcribbyAI ein Schlüsselmoment:

„Ich spreche seitdem tatsächlich mit allen auf Augenhöhe. Wenn ich etwas erkläre, erscheint es bei den Eltern sofort in ihrer Sprache. Und wenn sie antworten, verstehe ich ebenso sofort, was sie meinen.“

Eltern, die sich jahrelang ausgeschlossen fühlten – weil ihnen der Sprachschlüssel fehlte –, erleben zum ersten Mal echte Einbindung. Kein Nicken ohne Verstehen. Kein Lächeln aus Unsicherheit. Sondern: Verständigung auf Augenhöhe.

Warum die St. Benedikt Schule anders ist

An vielen Schulen wird über Inklusion und digitale Inklusion (Diklusion) gesprochen. An der St. Benedikt Schule wird sie gelebt – und mit Mut, Kreativität und dem richtigen Partner technisch umgesetzt.

Was diese Schule auszeichnet, ist nicht die Technologie an sich. Es ist die Kombination aus Technik, die den Menschen dient und den Menschen deren Haltung und Werte dahinter stecken, sowie der unbedingte Glaube daran, dass jedes Kind ein Recht auf Bildung hat – unabhängig davon, welche Sprache es von zu Hause mitbringt.

transcribbyAI ist dabei kein Ersatz für gutes Lehren. Es ist lediglich der Katalysator, der gutes Lehren endlich für alle sprachlich erreichbar macht. Die Lehrperson spricht – und durch KI spricht sie gleichzeitig in den Sprachen aller ihrer Schülerinnen und Schüler. Ein technischer Meilenstein, der zeigt: Wenn Bildung und Technologie gemeinsam gedacht werden, entstehen keine Kompromisse – sondern Durchbrüche.

„transcribbyAI ist für uns kein Hilfsmittel mehr, sondern Teil unseres Unterrichtsalltags. Es verändert nicht, wie wir lehren – sondern wie wir einander verstehen.“Nadine Wabel & Sascha Karpati, Lehrkräfte, St. Benedikt Schule

Schule der Zukunft – heute, in Düsseldorf

Die St. Benedikt Schule beweist: Brennpunktschule bedeutet nicht Problemschule. Es bedeutet, dort zu arbeiten, wo die Aufgabe am größten ist – und sie mit Leidenschaft anzugehen.

Mit „Grenzenlose Verständigung“ setzt die St. Benedikt Schule einen Standard, der weit über Düsseldorf hinausweist. Ein Standard, der zeigt: Bildungsgerechtigkeit ist keine Utopie. Sie braucht nur Menschen, die sie ernst nehmen – und den Mut, neue Wege zu gehen.

Willkommen an der Schule, die Grenzen überwindet.